| Barnbruch hat einen sehr hohen Schutzstatus: |
| Naturschutzgebiet "Flora Fauna
Habitat"
Vogelschutzgebiet nach EU-Recht |
|
|
Wir
hoffen, dass endlich dieses FFH Gebiet erhalten wird, so wie es im
Schutzzweck des Pflege- und Entwicklungsplanes gefordert wird. |
Bilder von einem Spaziergang durch den Barnbruch:
Pressemitteilung des NABU-Ortsgruppe Wolfsburg:
Der
Barnbruch trocknet aus!
Auch
die Landwirtschaft hat unter der Entwässerung zu leiden
Nicht
nur für die Natur auch für die Landwirtschaft im Barnbruch hat die zunehmende
Trockenheit schwerwiegende Folgen. Da das Winterwasser schnell abgeführt wird,
ist auch für die Nutzpflanzen nur noch wenig Wasser vorhanden. Landwirtschaft
und Naturschutz profitieren gemeinsam von einem modernen Wasserrückhaltesystem.
Es
ist genügend Wasser vorhanden
Die
Klimaprognosen sind eindeutig, wir werden im Winter Wasser zur Verfügung haben,
aber im Sommer wird der Niederschlag in den nächsten Jahrzehnten stark zurückgehen.
Wir müssen jetzt sofort reagieren und dem Barnbruchswald die Funktion
als Wasserspeicher zurückgeben, die er früher einmal hatte!
Dem NABU liegen alte Forstamtskarten vor, auf denen alle Informationen
dargestellt sind, die man braucht um dieses einmalige Naturgebiet zu retten, und
die Wasserversorgung der Zukunft auch im Sommer sicherzustellen.
Niederschlagswasser der Wintermonate kann in tieferen Bereichen des
Waldes (siehe Karte) wie in einer Zisterne gelagert werden und dieses Wasser
wird langsam an das Grundwasser abgegeben.
Das Wasser wird in der Zukunft zu kostbar um es einfach abzuleiten!
Durch dieses modernere System ist auch im Sommer genügend Grundwasser für
die Beregnung landwirtschaftlicher Flächen vorhanden.
"Schwamm" Barnbruch
Das
EU Projekt
NO REGRET
zielt genau auf diese Wasserproblematik, der Kreis Gifhorn und die
Landwirtschaftkammer Uelzen arbeiten an einem Konzept wie das Wasserproblem der
Zukunft zu lösen ist. Das zeigt,
Naturschutz und Landwirtschaft sollten schnellstens Konzepte für eine Wasserrückhaltung
entwickeln, in Flächen wo das Wasser problemlos zwischengelagert werden kann.
Und
ein wichtiger "Schwamm" ist der Barnbruch.
55
% des Waldes besteht aus naturfernen Kiefernmonokulturen
Im
Pflege und Entwicklungsplan ist zu lesen, dass 55 % des Waldes aus naturfernen
Kiefernmonokulturen besteht. Laut
Plan soll diese Fläche in einen Laubmischwald mit feuchten Bereichen
umgewandelt werden. Unserer Meinung
nach, dauert diese Umwandlung viel zu lange ! In einem so wichtigen Gebiet müsste
kurzfristig, auch wenn die Kiefern noch nicht hiebreif sind, in Laubwald
umgewandelt werden. Diese
Monokulturen sind stark sturmgefährdet und sind ein Grund, warum so viele Gräben
im Barnbruch sind.
Geschichte:
Quelle: Jürgen Schröder, "Der Barnbruch", aus Naturschutzgebiete im Raum Gifhorn-Wolfsburg, Schriftenreihe zur Heimatkunde der Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg, 1986
1770 Unerschlossener Sumpf- und Erlenbruch
1833 Baumartenverteilung: 1% Kiefer, 2% Eiche, Rest: Erle (über 90%)
1860-63 Bau des Allerkanals
1875 Baumartenverteilung: 41% Kiefer, 19% Birke, 41% Erle
um 1970 Aus dem ursprünglichen Sumpfgebiet ist ein "Feuchtgebiet mit kleinräumig wechselnden Waldgesellschaften" geworden.