NABU-Artenschutzzentrum in großer Not

Südostniedersachsen – Gemeinsam bitten NABU-Gruppen in der Region um Spenden für das NABU-Artenschutzzentrum in Leiferde (Landkreis Gifhorn), in dem jedes Jahr zahlreiche Wildtiere aus der Region aufgenommen, gesund gepflegt oder groß gezogen und wieder in die Natur ausgewildert werden. Das NABU-Artenschutzzentrum hat es momentan besonders schwer: das jährlich stattfindende Storchenfest im April, ebenso wie zahlreiche Veranstaltungen wurden aufgrund der Corona-Epidemie ersatzlos gestrichen, damit geht auch ein Großteil der Spenden verloren. Die Spenden sind insbesondere wichtig, um die Pflege der Wildtiere und möglichst eine anschließende Auswilderung zu gewährleisten.

 

Der NABU Wolfsburg bedankt sich beim gesamten Team des Artenschutzzentrums Leiferde für ihren unermüdlichen Einsatz, verletzte Tiere kostenfrei und rund um die Uhr aufzunehmen. „Dass wir in der Region eine solche Station haben, ist ein Segen für die verletzten Tiere, die sonst keine Chance hätten zu überleben. Wir hoffen, dass viele Wolfsburger Bürgerinnen und Bürger das Artenschutzzentrum in dieser Notlage unterstützen werden“, so Michael Kühn vom NABU Wolfsburg.

 

Zudem mussten alle Praktikantinnen und Praktikanten sowie freiwilligen Pflegerinnen und Pfleger aufgrund der aktuellen Situation nach Hause geschickt werden. Während die personelle und finanzielle Lage daher angespannt ist, sind gleichzeitig die Zahlen der eingelieferten Tiere in der Station in den letzten Wochen enorm angestiegen. Auch der NABU Wolfenbüttel sieht die angespannte personelle Lage, Cornelia Schilling dazu: „Wenn in den nächsten Wochen viele Menschen vermeintlich hilflose Jungvögel aufnehmen, kommt die Auffangstation an ihre Kapazitätsgrenzen. Dann wird es wirklich eng und die Auffangstation benötigt Unterstützung.“  

 

Diese Situation ist für viele NABU-Gruppen Anlass, die Menschen in der Region um Spenden für das Zentrum zu bitten. Wie wichtig die Arbeit in Leiferde ist hat sich auch laut dem NABU Helmstedt allein im vergangenen Jahr bewiesen. Ein Weißstorch, ein unterernährter Habicht, einige Turmfalken, ein verletzter Kuckuck, aber auch Exoten wurden unter anderem von Ehrenamtlichen des NABU Helmstedt nach Leiferde gebracht. Darüber hinaus fahren viele Menschen selbst mit verletzten Wildtieren in das Artenschutzzentrum.

Die Erreichbarkeit ist daher nicht nur für die NABU-Gruppen, sondern auch für die Bevölkerung besonders wichtig. Wolfgang Moldehn vom NABU Goslar betont: „Insbesondere am Wochenende oder in den Abendstunden sind wir dankbar, in solchen Ausnahmesituationen einen kompetenten Ansprechpartner zu haben.“

 

Der NABU Salzgitter vermittelt ebenfalls regelmäßig anrufende Bürgerinnen und Bürger mit verletzt aufgefundenen Tieren nach Leiferde. Petra Wassmann vom NABU Salzgitter: "Das Artenschutzzentrum hat es sich zur Aufgabe gemacht, Vögel, Reptilien, Amphibien und Säugetiere der besonders geschützten Arten – sofern nötig – aufzunehmen. Ganz sicher ist eine ausreichende finanzielle Grundlage nötig, um verantwortungsvoll arbeiten und diese Aufgabe im öffentlichen Interesse tatsächlich leisten zu können."

 

Helfen Sie dem NABU-Artenschutzzentrum mit Ihrer Spende:

 

 

Spendenkonto
Sparkasse Celle-Gifhorn-Wolfsburg
BIC: NOLADE21GFW
IBAN: DE86 2695 1311 0073 0007 39