
Ein aufmerksamer Bürger meldete dem NABU Wolfsburg einen eingesperrten Vogel am Regenrückhaltebecken in Warmenau.
Der Vogel entpuppte sich als Eisvogel, der in einem Ablaufbauwerk am Teich gefangen war. Es folgte die grausige Entdeckung, dass weitere Eisvögel tot in diesem Betonbauwerk im Wasser trieben. Die Tiere sind durch den Wasserdruck in die Falle gekommen und konnten nicht mehr entkommen. Auch für Amphibien war diese Falle tödlich.

Es war nicht einfach zu ermitteln, dass für dieses Bauwerk die Autobahn GmbH des Bundes in Braunschweig zuständig ist. Die dortigen Mitarbeiter haben schnell reagiert und mit dem NABU zusammen Maßnahmen umgesetzt, die den Eisvögeln in Zukunft einen sicheren „Notausgang“ bieten. Auch für die Amphibien wurde mit einem Zaun dafür gesorgt, dass keine Tiere mehr in die Falle geraten.
Da der Bautyp dieses Ablaufbauwerks deutschlandweit verbaut wurde, sind wohl schon unzählige Eisvögel und Amphibien dort zu Tode gekommen.

Einfache Entschärfung einer Todesfalle.
Der NABU Wolfsburg hat diese Informationen an die Stadt Wolfsburg weitergeleitet und um Überprüfung aller in Wolfsburg befindlichen vergleichbaren Bauwerke gebeten, damit die betroffenen Anlagen zügig entschärft werden können.
Der NABU Wolfsburg bedankt sich recht herzlich bei dem Bürger, der diese Falle gemeldet hat und bei der Autobahn GmbH des Bundes für die schnelle und unkomplizierte Hilfe.
Der eingesperrte Eisvogel, der den Einsatz auslöste, konnte vom NABU gerettet werden.

Ein viel erfreulicherer Anblick: ein lebendiger Eisvogel.
