Bevor man einem verletzten Wildtier hilft, sollte man sich vergewissern, dass das Tier auch wirklich verletzt ist. Sollte das Tier wirklich verletzt sein, gilt es beim Einfangen des Tieres ein paar grundlegende Verhaltensregeln zu befolgen:
Schützen Sie sich und das Tier!
In Stresssituationen können auch verletzte Tiere große Kräfte mobilisieren. Dies sollte man nie unterschätzen. Bedenken Sie hierbei bitte auch, dass Wildtiere eventuell Krankheiten übertragen können. Verwenden sie daher am besten immer feste Arbeitshandschuhe, wenn Sie ein Tier einfangen.
Stress vermeiden!
Handeln Sie so ruhig wie möglich und sperren Sie Ihre eigenen Haustiere weg. Zeigen Sie das Tier nicht herum, nachdem Sie es gefangen haben.
Zu allererst: Tiere, ob geschwächt oder agil, niemals mit der bloßen Hand anfassen. Es handelt sich zwar um sehr kleine, jedoch nach wie vor um Wildtiere. Tollwut ist äußerst selten, aber so oder so kann ein Biss unangenehm zwicken. Arbeits- oder Gartenhandschuhe sind ein Minimum.
Fledermaus im Haus: wenn das Tier agil wirkt einfach Ruhe bewahren und ein Fenster öffnen, auch am Tage können die Tiere ausfliegen. Sollte der kleine Gast bei Dunkelheit den Weg
ins Gebäude gefunden haben, dann besser das Licht dimmen oder ausmachen, damit das Tier leichter den Weg nach draußen findet und nicht irritiert wird.
Wenn das Tier schwach, reglos und abgemagert wirkt, kann ein Eingreifen nötig sein. Das Tier kann vorsichtig mit einem Handschuh in einer Kiste mir kleinen Luftlöchern (kleiner Schuhkarton o.ä.) gesichert werden, damit weitere Schritte eingeleitet werden können. Im Karton kann ein kleiner getränkter Frotteelappen in die Ecke gelegt werden. Dehydrierte Tiere können dann daran saugen. Sollte eine Pipette vorhanden sein, kann dem Tier ein Wassertropfen daraus angeboten werden. Bitte KEINE Wasserschale zu dem Tier stellen, die Tiere erkennen es nicht als Trinkquelle an und es besteht zudem die Gefahr des Ertrinkens.
Fledermaus-Regionalbetreuerin für Wolfsburg ist Rebecca Winter:
✉️ [email protected]
Tel. 0157 830 35 997
Am besten senden Sie ihr ein Foto des Tiers, damit sie die Lage beurteilen kann. Gegebenenfalls wird sie Ihnen raten, das Tier ins Artenschutzzentrum nach Leiferde oder einem Tierarzt zu bringen.
Norbert Behrens ist ehrenamtlicher Wespen- und Hornissenbeauftragter der Stadt Wolfsburg. Er bietet Ihnen eine kostenfreie Beratung an und bespricht mit Ihnen die Notwendigkeit und/oder Möglichkeit einer Umsiedlung.
Norbert Behrens
E-Mail: [email protected]
Telefon: 0151-14039548
Grundsätzlich kann der NABU Wolfsburg keine verletzten oder verwaisten Wildtiere aufnehmen, denn verletzte Tiere gehören in fachlich kompetente Hände und benötigen kontinuierliche Pflege, damit sie nicht unnötig leiden. Eine ehrenamtliche NABU-Gruppe kann dies nicht gewährleisten. Allerdings werden wir alles tun, um Sie zu einer geeigneten Stelle weiterzuleiten.
Für solche Fälle verweisen wir auf das regionale NABU-Artenschutzzentrum in Leiferde oder den nächstgelegenen Tierarzt.
Tierische Notfälle können im NABU-Artenschutzzentrum in der Zeit von 8.30 Uhr bis 17.00 Uhr im Winter und von 8.30 Uhr bis 18.00 Uhr im Sommer von Montag bis Sonntag abgegeben werden. Möchten Sie außerhalb dieser Zeit ein Tier vorbeibringen, so rufen Sie bitte vorher an.
Telefon: 05373-6677
Eine Übersichtskarte von Betreuungsstationen in Niedersachsen finden Sie hier .
Mit Hunden und Katzen wenden Sie sich am besten an Ihren örtlichen Tierschutzverein oder direkt an ein Tierheim. In vielen Gemeinden können Sie sich auch an die örtliche Feuerwehr wenden (bitte benutzen Sie den Eintrag im Telefonbuch und nicht die Notfallnummer). Sollten Sie keine Hilfe finden, so melden Sie sich bei uns - wir werden versuchen, einen Kontakt zu knüpfen.